Aktuelles aus dem Imkerverein

Der Imkertag 2026

Wir freuen uns über zahlreiche Gäste bei unserem Imkertag. Für Leib und Wohl ist gesorgt - natürlich mit dem Honig unserer Imker.

Von der Larve zur Königin

Treffen zum Umlarven am 10.05.2026

Eine Aufgabe des Vereins ist die Königinnenzucht der friedlichen Carnica-Biene, um starke Völker hervorzubringen. Denn von der Königin hängt es ab, ob ein Volk stark, widerstandsfähig, gesund und schlussendlich auch erfolgreich in der Honigproduktion ist.

Das Umlarven ist der Prozess, der notwendig ist, um Königinnen hervorzubringen. Dafür werden ganz junge Larven aus der Wabe, bzw. den Brutzellen entnommen und mit einem speziellen Löffel in ein sogenanntes Weiselnäpfchen eingesetzt. Der Prozess muss natürlich schnell gehen, denn die Larven sind empfindlich und können schnell austrocknen oder Schaden nehmen. Eine gute Seehilfe, ausreichend Licht und ein ruhiges Händchen sind wichtig für das Umlarven der winzigen Tiere.

Das Weiselnäpfchen ist eine kleine Brutzelle, die etwas größer ist als eine „normale“ Brutzelle. Allein von der Größe und an der Fütterung der Larve hängt es ab, ob später eine Arbeiterbiene oder eine Königin schlüpft.

Gelee Royal ist die Futterzusammensetzung, die von den Bienen genutzt wird, um eine Königin hervorzubringen. Wird eine Larve mit diesem besonderen Futter ernährt, entwickelt sie sich zur Königin. Ein kleines bisschen Gelee Royal im Weiselnäpfchen hilft dabei, dass die Bienen erkennen, was sie füttern sollen.

Das Weiselnäpfchen wird nun in ein „Pflegevolk“ eingehängt und stetig kontrolliert. Nehmen die Bienen ein Weiselnäpfchen an, wird die Larve darin gefüttert und das Näpfchen im Anschluss verdeckelt, also mit Wachs verschlossen. Nach ca. 5 Tagen ist der Deckel zu - nach ca. 16 Tage ist die Königin bereit zu schlüpfen und ein eigenes Volk zu übernehmen.

Hohe Qualität durch hohe Standards

Jährliche Hygieneschulungen

Hygiene ist eine Säule der Lebensmittelproduktion - das gilt selbstverständlich auch für die Imkerei. Damit wir die Erzeugnisse unserer Bienen sorgenfrei benutzen und vertreiben können, ist es wichtig, Hygienevorgaben einzuhalten. Daran misst sich auch die hohe Qualität unserer Produkte.

Von der Wabe bis ins Glas ist dabei einiges zu beachten. Die genutzten Materialien müssen vorgeschriebenen Standards entsprechen. So müssen zum Beispiel alle Behälter und Geräte ab der Entdeckelung der Wabe lebensmittelecht, leicht zu reinigen und rostfrei sein. Auch die verarbeitenden Personen müssen Regen einhalten, um die Hygienebestimmungen einzuhalten.

Um das Wissen rund um dieses wichtige Thema aktuell und frisch im Gedächtnis zu behalten, findet im Verein einmal im Jahr eine Hygieneschulung statt, in der über genau diese Details gesprochen wird. Das ist nicht nur für angehende Imker und Imkerinnen wichtig, sondern auch für die „alten Hasen“.

So stellen wir sicher, dass keine Kleinigkeit vergessen wird und wir alle auch weiterhin den Honig und die Produkte aus den Bienenvölkern sorgenfrei genießen können.

Jahresabschlussfeier

Im Winter wird es ruhiger um die Imker-Arbeit. Nachdem die Bienenvölker versorgt und das Material gepflegt ist, gönnen sich unsere Vereinsmitglieder eine wohlverdiente Pause bei der Jahresabschlussfeier.

Zu dieser Gelegenheit wird nicht nur das vergangene Jahr erinnert, sondern bei einem gemütlichen Essen über Gott und die Welt gesprochen.

Der Wachskreislauf

Theorie und Praxis am 25.10.2025

Zur nachhaltigen Imkerei gehört nicht nur der artgerechte und fürsorgende Umgang mit den Bienen, sondern auch eine umsichtige Handhabung der Materialien und Ressourcen aus den Bienenvölkern.

Neben dem Honig ist Wachs das bekannteste Produkt aus den Imkereien. Jeder von uns kennt die duftenden Bienenwachskerzen, die besonders zu Weihnachten beliebt sind. Das Wachs ist aber auch für die Bienenvölker selbst von großer Bedeutung.

Im Lehrgang zum Thema Wachskreislauf, gegeben von Wilhelm Bayer, beschäftigten sich die Teilnehmenden theoretisch und praktisch mit der Thematik. Der Wachs, der von den Bienen produziert wird, um die typischen Bienenwaben aufzubauen, kann von den Imkern auch nach der Honigernte weiterverwendet werden.

Bevor das Wachs weiterverwendet werden kann, wird es mehrfach geklärt, gereinigt und desinfiziert, um reines Wachs ohne Schadstoffe zu erhalten.

Reines Wachs, das nicht durch kleine Partikelchen verunreinigt ist, kann für die Erstellung von Bienenwachskerzen oder Kosmetikprodukte verwendet werden. Aber auch neue Mittelwände für die Rähmchen werden daraus hergestellt.

Diese Mittelwände sind dünne Wachsplatten, die durch Drähte in die Rahmen eingespannt werden, um den Bienen den Aufbau der Waben zu erleichtern. Darin sind bereits die typischen Wabenmuster erkennbar, auf die unsere Bienen aufsetzen.

Die so erzeugten Rahmen werden in die Zargen der Bienenbeuten eingehängt, sodass die Bienen direkt darauf bauen können. Daraus werden entweder Brut- oder Honigwaben gebaut, in denen neue Bienen oder eben der beliebte Frühstückshonig entstehen.

Der Wachskreislauf ist ein wichtiger Teil der Imkerei, daher treffen sich Mitglieder des Vereins besonders zur kalten Jahreszeit, um sich auf die Saison vorzubereiten und die Rähmchen mit den Mittelwänden vorzubereiten.

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